Herzlich Willkommen auf der Informationsseite des Fachbereiches Flucht und Migration des Diakonischen Werkes im Neckar-Odenwald-Kreis

Das Diakonische Werk Neckar-Odenwald-Kreis heißt Sie auf der Informationsseite des Fachbereichs Flucht und Migration herzlich Willkommen.

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Bei Fragen, Wünschen oder Anregungen schreiben Sie uns gerne eine Email unter asyldontospamme@gowaway.diakonie-nok.de

Ihr Flumi-Team


Online-Petition: Mosbacher Erklärung (Afghanistan Veranstaltung)

Nancy Gelb, Kirchenbezirksbeauftragte beim Diakonischen Werk, stellt die "Mosbacher Erklärung" vor.

Afghanistan ist nicht sicher!", weshalb die evangelischen Kirchenbezirke Adelsheim-Boxberg und Mosbach sowie das Diakonische Werk unter anderem eine sofortige Aussetzung von Abschiebungen nach Afghanistan und die Öffnung von Integrationsangeboten für afghanische Fluchtmigrant*innen fordern.

Die Afghanistan-Spezialistin Friederike Stahlmann informierte bei einer gemeinsamen Veranstaltung der evangelischen Kirchenbezirke Adelsheim-Boxberg und Mosbach und dem Diakonischen Werk in Neckar-Odenwald-Kreis über die aktuelle Sicherheitslage in Afghanistan.

Frau Stahlmann machte deutlich, wie gefährlich der Alltag in Afghanistan ist und welchen besonderen Gefährdungen die Menschen ausgesetzt sind, die als ehemalige Geflüchtete in das Land zurückkehren.

Eine Abschiebung in diese Krisenregion erscheint derzeit unverantwortlich. Mit der "Mosbacher Erklärung" möchten wir die regionalen Vetreter*innen der Bundes- und Landespolitik auffordern, sich für eine Verbesserung der Situation der afghanischen Geflüchteten einzusetzen. Wir laden dazu ein, sich dieser Erklärung anzuschließen.

Die Erklärung kann während unsere Öffnungszeiten in unseren Dienststellen Mosbach und Buchen mit unterzeichnet werden.

Darüber hinaus können Sie die Erklärung aber auch online direkt unterschreiben unter 

zur Online-Petition 

Für Fragen stehen Ihnen unsere Fachkräfte Nancy Gelb und Jeannette Bell gerne zur Verfügung. (Email: )


Integration im Neckar-Odenwald-Kreis: Wie viel Engagement ist gewünscht?
Untertitel: Austausch zwischen Asylkreisen, Kreistagsmitgliedern, Landkreis und Wohlfahrtsverbänden

Buchen. Nach dem Treffen mit Bürgermeisterinnen und Gemeindevertretungen im Juni fand das zweite „Gespräch in einem Boot“ über Asyl und Integration im Alten Rathaus in Buchen statt. Eingeladen hatten die Asylkreise mit Unterstützung des Diakonischen Werkes die Kreistagsfraktionen, die Landkreisspitze und die Wohlfahrtsverbände. Insgesamt kamen an diesem Abend rund 30 Aktive zusammen, die zu den Themen Verlegung in die Anschlussunterbringung, Wohnen, Ausbildung, Arbeitssuche und Zusammenarbeit im Neckar-Odenwald-Kreis Erfahrungen und Wissen austauschten.

Die Stadt Buchen hatte Saal und Getränke zur Verfügung gestellt und damit maßgeblich für die einladende Atmosphäre gesorgt. Der Beigeordnete der Stadt Buchen, Thorsten Weber, betonte: „Das Thema Integration wird uns noch lange, lange in allen Feldern der kommunalen Arbeit beschäftigen. Die Sozialarbeit zurückzufahren wird nicht funktionieren.“ Weber bedankte sich bei den Ehrenamtlichen für Ihr Engagement und lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Asylkreis vor Ort. Guido Zilling, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, führte aus, dass das Ehrenamt einen guten Rahmen für Integrationsarbeit brauche. Die ehrenamtlich Engagierten wirken, so Zilling, in zwei Richtungen: In die Gesellschaft hinein, da sie von ihren Kontakten berichten und in Richtung der hier Angekommenen. Ihnen vermitteln sie Sprache, Kultur und politisches Leben. Die Erfahrungen der Ehrenamtlichen, die auf guten Beziehungen mit Geflüchteten beruhen, seien eine wertvolle Ressource für Planungen auf politischer wie behördlicher Seite. Ebenso kann dort, so Zilling weiter, für Menschen Positives erreicht werden, wo Sozialarbeiter*innen und Bürger*innen mit Geflüchteten im guten Gespräch sind.

In der Zuhörerschaft saßen neben interessierten Ehrenamtlichen auch zwei junge Männer, die 2015 aus Syrien und dem Irak zu uns gekommen waren. Beide sprechen inzwischen gut Deutsch. Das Beispiel des Auszubildenden, der sich bereit erklärt hatte, seine Bilder für die Präsentation zur Verfügung zu stellen, verdeutlichte, von welchen Unwegsamkeiten die Integration in den Arbeitsmarkt für den einzelnen Asylbewerber sowie seinen Ausbildungsbetrieb geprägt ist. Da der Ausgang des Asylverfahrens noch nicht bekannt ist, besteht die Unsicherheit, ob er im Falle eines negativen Asylbescheids ein Arbeitsverbot bekommen könnte und dann auch abgeschoben würde. Für alle Beteiligten – den Azubi, den Betrieb und die Ehrenamtlichen, die nicht nur diese Lehrstelle vermittelt haben - wäre dies ein Engagement mit bitterem Ausgang. Man stellte fest: die im Integrationsgesetzt angestrebte Rechtssicherheit für Azubi und Betrieb ist bisher nicht in behördlichen Prozessen abgebildet. Dass man Integration aber nicht rückabwickeln sollte und vor allem auch die dringenden Fachkräfte im ländlichen Raum benötige, betonte Kreisrätin Amelie Pfeiffer, Bündnis 90/ Die Grünen. Die Vertretungen der CDU-Fraktion des Kreistages, Jens Wittmann, und der SPD-Fraktion, Heide Lochmann, pflichteten Pfeiffer bei. Bürgermeister und Kreisrat Wittmann betonte, dass sich viele Geflüchtete selbst in kleinen Dörfern inzwischen heimisch fühlten, was ein Gewinn für die Gemeinden darstelle. „Die Problematik um die Ausbildungsduldung muss vom Landkreis eine politische Ebene höher ins Regierungspräsidium getragen werden“, schloss Nancy Gelb, Kirchenbezirksbeauftragte für Flucht und Migration der ev. Kirchenbezirke Mosbach und Adelsheim-Boxberg.

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Den vollständigen Presseartikel finden Sie hier

 


Eine Ausbildung - keine einfache Sache

Azubis treffen sich beim Diakonischen Werk zum Austausch

Mosbach/Haßmersheim. Sie kommen aus verschiedenen Ländern. Sie lernen verschiedene Berufe. Aber in einem sind sie sich einig: Es ist sehr schwer, als Geflüchteter eine Ausbildung in Deutschland zu machen.

Deshalb hatte das Diakonische Werk im Martin-Luther-Haus in Mosbach zwei Abendveranstaltungen für Azubis, die in den Gemeinschaftsunterkünften in Mosbach und Haßmersheim wohnen, eingeladen. Bei insgesamt 17 Teilnehmern zeigte sich die Sozialarbeiterin Lisa Mechler zufrieden: „Mit unserem Angebot haben wir offensichtlich ein wichtiges Thema aufgegriffen, sonst hätten sich nicht so viele Männer nach einer anstrengenden Arbeitswoche nochmals auf den Weg gemacht.“ Ziel des Abends war es, den Männern wichtige Informationen für ihre Ausbildung zu geben und aufzuzeigen, welche Hilfen sie in Anspruch nehmen können. Außerdem konnten sich die Auszubildenden austauschen und sich so gegenseitig Mut für Ihre Ausbildung machen. Gegen Ende des Abends wurden häufig auftauchende Fragen und Missverständnisse im Blick auf die Arbeit und Rolle eines Azubis in Deutschland besprochen. „Es gehört einfach dazu, dass ein Azubi den Auftrag bekommt, die Werkstatt zu fegen und die Maschine zu putzen. Das ist keine Schikane“, erklärte die Sozialarbeiterin Hannelore Göttert, die davon überzeugt ist, dass das gegenseitige Verstehen und Verständnis füreinander eine wichtige Basis für eine erfolgreiche Ausbildung sind.

Die Veranstaltungen sind Teil eines Projektes, das durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert wird.



Kundgebung zum Grundrecht auf Schutz von Ehe- und Familie, Familien gehören zusammen - auch geflüchtete

Buchen. „Eine Politik, welche die Familie gefährdet, bedroht die Würde des Menschen und die Zukunft der Menschheit selbst.“ Mit diesen Worten begann Dekan Johannes Balbach sein Statement für eine humanitäre, familienfreundliche Politik bei der gestrigen Kundgebung zum „Recht auf Familie – Integration braucht Familiennachzug“ am Alten Rathaus in Buchen. Der Caritas Verband, das Deutsche Rote Kreuz und das Diakonische Werk im Neckar-Odenwald-Kreis luden zu einer Gedenkstunde ein. Mehr als 30 Menschen waren gekommen. Darunter ein 15-jähriger anerkannter Flüchtling, dessen Eltern nach zwei Jahren Trennung Familiennachzug beantragen dürfen. Ein Familienvater aus Syrien, der schon seit vier Jahren hier lebt, aber seine Familie nicht nach Deutschland holen darf, da man ihn nach Bulgarien abschieben will, schilderte seine Situation.

Der Buchener Bürgermeister Roland Burger wies auf die Schwierigkeiten der kommunalen Unterbringung von Geflüchteten hin. Es sei eine große Verantwortung, der man kaum nachkommen könne. Burger zeigte sich mit Blick auf den Zuzug von Angehörigen besorgt. Balbach führte mit Blick auf die politische Verantwortung aus, dass unsere Gesellschaft materielle Mindeststandards für Familien gewährleisten müsse – genügend Kindergarten-, Schul-, und Ausbildungsplätze, Arbeit und ausreichend bezahlbaren Wohnraum. Würde man diese Voraussetzungen für alle Familien schaffen, wären die Herausforderungen der Integration dadurch leichter zu meistern. Die Anliegen der benachteiligten Menschen in unserer Gesellschaft und die Bedürfnisse der Flüchtlinge dürften dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden. Dekan Folkhard Krall betonte, dass die Einheit der Familie ein unumstößliches Grund- und Menschenrecht darstelle. Er erinnerte an die verzweifelte Suche vieler deutscher Familien nach Überlebenden des Zweiten Weltkrieges. Die Vorstellung, dass Kinder ohne Eltern zurechtkommen müssen und Familienväter zu Fremden werden, sei gerade in der Weihnachtszeit unerträglich. Die Zusammenführung von Familien mit Flüchtlingsanerkennung oder mit subsidiärem Schutz sei daher eine christliche Verpflichtung. Dekan Krall dachte auch an die Verwaltungsangestellten, die das geltende Recht umsetzen müssen. Wie schwer muss es sein, so Krall, die Aussetzung des Familiennachzugs behördlich zu vertreten in einer Zeit, wo man selbst mit der eigenen Familie in weihnachtlicher Vorfreude zusammen sei.

Birgit Link und Janet Sanns vom AK Asyl Buchen erzählten von den seelischen Strapazen der Menschen, die Familienangehörige zurücklassen mussten. In Buchen gibt es auch Frauen, die auf Kinder und Ehemänner warten sowie Kinder und Jugendliche, die sich die Eltern herbeiwünschen. Seit einiger Zeit habe man ein Frauenfrühstück gestartet, das von geflüchteten Frauen sehr gut angenommen wird. Steffen Blaschek, Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes im Neckar-Odenwald-Kreis, beschrieb die guten Kontakte zwischen haupt- und ehrenamtlichen Integrationsunterstützern und Geflüchteten. Dadurch erreiche man auch die nachgezogenen Angehörigen. Die Familien hätten ein hohes Eigeninteresse daran, selbst Wohnungen zu mieten und nicht von der kommunalen Unterbringung anhängig zu sein. Die kommunale Verantwortung zur Unterbringung solle einer Politik Platz machen, die es ermöglicht, selbst bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Der syrische Familienvater ergriff ebenfalls das Wort: „Es ist das vierte Weihnachten, das ich ohne meine Familie in Deutschland bin. Ich habe viel über die deutsche Gesellschaft und Gesetze gelernt. Wenn ich subsidiären Schutz bekomme, darf ich sie vielleicht gar nicht holen. Ich hoffe, dass man unsere Not versteht, und dass Gesetze menschlicher werden.“ Dafür demonstrierte man gestern in Buchen.


Ausbildungsduldung künftig auch für Helfer_innenberufe

Einstimmig haben die Mitglieder der Arbeits- und Sozialministerkonferenz der Länder (ASMK) in Potsdam einen Antrag aus dem Südwesten zugestimmt, die sogenannte 3+2 Regelung für geflüchtete Auszubildende ohne Schutzstatus auch auf einjährige Helferberufe auszuweiten. Im März diesen Jahres hatte...

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Laut Spiegel - Nächster Abschiebeflug Afghanistan am 6.12.2017

 

+++Afghanistan-Abschiebung am 6.12.: Bundespolizei spricht laut Spiegel von "politischer Priorität"+++

Der SPIEGEL berichtet, dass am 6. Dezember geplant ist, 78 Menschen nach Afghanistan abzuschieben - sofern es gelingt, genügend Bundespolizeibeamt*innen zu finden, um die Abschiebung...

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26.07.17 Online-Petition: Abschiebestopp nach Afghanistan

Afghanistan ist nicht sicher! Unterstützen Sie die Petition zum Abschiebestopp nach Afghanistan.

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