Herzlich Willkommen auf der Informationsseite des Fachbereiches Flucht und Migration des Diakonischen Werkes im Neckar-Odenwald-Kreis

Das Diakonische Werk Neckar-Odenwald-Kreis heißt Sie auf der Informationsseite des Fachbereichs Flucht und Migration herzlich Willkommen.

Sie finden auf unserer Seite Informationen zu unseren Beratungsangeboten im Bereich Flucht und Migration sowie spezielle zusammengestellte, aktuelle Informationen und Arbeitshilfe für Ehrenamtliche, Asylkreise und Gemeinden. Darüber hinaus können Sie unser Schulungsangebot einsehen und sich über unsere Seite anmelden.

Bei Fragen, Wünschen oder Anregungen schreiben Sie uns gerne eine Email unter asyldontospamme@gowaway.diakonie-nok.de

Ihr Flumi-Team

Interkulturelle Woche Mosbach - Kundgebung Seebrücke - schafft sichere Häfen!

„Seenotrettung ist kein Verbrechen“ 

Mehr als 160 Menschen kamen zur Kundgebung „Seebrücke – schafft sichere Häfen!“, veranstaltet vom Ev. Kirchenbezirk und der Diakonie Neckar-Odenwald am vergangenen Freitag, darunter viele Menschen, die selbst über das Mittelmeer nach Europa kamen und Schreckliches erlebten. Der Marktplatz war übersät von orange Gekleideten – der offiziellen Farbe der Kampagne - und Plakaten, auf denen zum Beispiel „Retten ist kein Verbrechen!“ oder „Stoppt das Sterben im Mittelmeer“ zu lesen war. „Ich freue mich, dass wir heute uns hier treffen können, um ein Zeichen für Menschlichkeit und Hoffnung, ein Zeichen für Solidarität und Frieden in der Welt zu setzen.“ Mit diesen Worten begann Dekan Folkhard Krall sein Statement für die Seenotrettung auf dem Mittelmeer. Er richtete seine Ansprache an die Nobelpreisträger und –trägerinnen auf dem Marktplatz, nämlich an jeden EU-Bürger und jede EU-Bürgerin – allesamt Repräsentanten der EU, die den Friedensnobelpreis erhalten hat. Nancy Gelb, Kirchenbezirksbeauftragte für Flucht und Migration, eröffnete mit den Worten: „Wir sind heute hier, um unsre Stimmen dagegen zu erheben, dass Menschen und Boote von Grenzpatrouillen zurückgedrängt und beschossen werden und wir sprechen uns dafür aus, dass die privaten Seenotretter und Seenotretterinnen nicht kriminalisiert werden, sondern ihre lebensrettenden Hilfen durchführen dürfen!“ Jeannette Bell, Mitarbeiterin der Diakonie Neckar-Odenwald, fragte sich und ihre Zuhörer: „Wollen wir durch die von uns als Wählerinnen und Wähler legitimierte Politik mitschuldig sein an dem Tod von Tausenden Menschen im Mittelmeer? Können wir wegschauen, wenn Seenotretter daran gehindert werden, ertrinkenden Menschen das Leben zu retten? Tragen wir diese deutsche und europäische Politik mit? Wir als Kirche haben eine klare Antwort auf diese Fragen: Nein, wir tragen diese Politik nicht mit!“

Als Hauptredner war Friedrich Reich, Mitgründer der Organisation ResQship, zur Kundgebung angereist. Er war selbst zwei Mal auf dem Mittelmeer unterwegs, um Menschenleben zu retten. Er berichtete:„ Ich war an einer Rettungsmission der Seawatch beteiligt. Wir wurden allerdings von der libyschen Küstenwache an der Rettung gehindert. Wir mussten zusehen, wie die Menschen auf dem Boot um ihr Leben kämpften und teilweise vor unseren Augen ertranken. Wir hatten genügend Rettungswesten an Bord. Wir hätten helfen können.“ Für Reich ist die aktuelle Verhinderungspolitik zur Seenotrettung nicht nachvollziehbar und unmenschlich. Er dankte daher allen Anwesenden für ihre Solidarität mit den Rettern. Noch immer war er sichtlich bewegt vom Erlebten und erschüttert über die zunehmende Abschottung und Grenzsicherung zulasten von Menschenleben. Reich machte darauf aufmerksam, dass Seenotrettung völkerrechtlich geregelt ist und eine Pflicht jeden Schiffes und dessen Crew darstellt. Das Auslaufen von Rettungsschiffen zu behindern oder gar zu verbieten führe zwangsläufig zu mehr Toten. Die Umsetzung des Seerechts diene auch der Verwirklichung  der universell geltenden Menschenrechte. Doch diese begraben wir dieser Tage im Mittelmeer, so Reich. Allein in diesem Jahr sind schon mehr als 1600 Menschen auf dem Weg nach Europa im Mittelmeer ertrunken. Die Abschottungspolitik im Sinne von „Grenzen statt Menschen schützen“, die Beendung der italienischen Seenotrettungsmission „Mare Nostrum“ und die generelle Kriminalisierung der privaten Seenotrettung führen dazu, dass die Überfahrt nach Europa noch häufiger für Männer, Frauen und Kinder tödlich endet. 

Die Kundgebung fand im Rahmen der Interkulturellen Woche statt und war Teil der bundesweiten Kampagne „Seebrücke – schafft sichere Häfen“ (www.seebruecke.org). Die Seebrücke wurde initiiert von haupt- und ehrenamtliche Aktivistinnen in der Seenotrettung und Geflüchtetenhilfe als Ende Juni die „Lifeline“ mit 234 Menschen an Bord tagelang auf hoher See ausharren musste und in keinen europäischen Hafen einlaufen durfte. Inzwischen sind über 100 000 Menschen im Namen der Seebrücke auf die Straße gegangen. Umrahmt wurde die Kundgebung von verschiedenen Aktionen. Der Marktplatz wurde in ein Meer umgewandelt, auf dem Schlauchboote und Rettungswesten verteilt waren. Teilnehmer konnten orangene Papierschiffchen basteln und sie dort symbolisch „zu Wasser“ lassen, um ihre Unterstützung und Anteilnahme auszudrücken. Orangene Heliumluftballons mit Namen und Todesdaten von Personen, die die Flucht nach Europa mit ihrem Leben bezahlten, waren auf dem Marktplatz verteilt. Stefanie vom Hoff, die Pfarrerin der Ev. Stiftskirche Mosbach, las ihre Namen vor und läutete eine Schweigeminute für alle Verstorbenen ein. Schließlich beendete sie die Kundgebung mit einem Fürbittgebet.

Wenn Sie sich für Seenotrettung einsetzen wollen und ein Zeichen gegen das Sterben im Mittelmeer setzen wollen, unterschreiben Sie die Petition für humanere Flüchtlingspolitik lanciert von Beatrice von Weizäcker, Sven Giegold (Europaabgeordneter) und Ansgar Gilster (Historiker). Garantierte Menschenrechte und christlichen Werte sollen im Umgang mit Geflüchteten umgesetzt werden. Die Petition kann online unter www.change.org/fluechtlingspolitik unterschrieben werden und liegt im Diakonischen Werk, Neckarelzer Str. 1, Mosbach aus.

 

 

 

Vortragsreihe Leben bei uns - Thema Gesundheit

In der Ideenwerkstatt in Mosbach fanden sich interessierte Menschen mit Migrationshintergrund sowie ehrenamtliche und hauptamtliche Integrationsförderer ein um Vorträge zum Thema „Gesundheit“ am 11.10.2018 zu hören. Durch Frau Dr. Susanne Fischer vom Gesundheitsamt im Neckar-Odenwald-Kreis und Herrn Ercan Efe, Suchttherapeut von der Suchtberatungsstelle Mosbach wurden zum einen Informationen zum Thema Gesundheit, Gesundheitssystem in Deutschland, krankheitsvorbeugende Hygienemaßnahme und zum anderen zu Substanzgebrauchtstörungen und Möglichkeiten der Hilfe und Behandlung in leichter deutscher Sprache weitergegeben.

Frau Dr. Fischer eröffnete ihren Vortrag mit der Definition des Begriffes Gesundheit nach der World Health Organization (WHO). Danach ist Gesundheit ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen. Doch was tun, wenn wir uns nicht gut fühlen? Wir krank werden? Wo gehe ich nun hin und wer kann mir helfen? Um dies zu beantworten stellte Frau Dr. Fischer das Gesundheitssystem in Deutschland und insbesondere in unserem Landkreis vor. Mitgebracht hatte sie auch den Gesundheitswegweiser Neckar-Odenwald-Kreis. Dieser gibt einen umfassenden Überblick über das gesamte Angebot an gesundheitsbezogenen Leistungen im Neckar-Odenwald und konnte von den Besuchern gleich mitgenommen werden. Als zweiten Schwerpunkt referierte Frau Dr. Fischer über krankheitsvorbeugende Hygienemaßnahmen. „Durch richtiges Hände waschen, richtiges Niesen und richtiges Husten kann ich eine Ansteckungsgefahr für mich aber auch für meine Umwelt reduzieren“ war die Botschaft der Ärztin.

Danach besprach Herr Efe mit den Teilnehmern verschiedene Substanzgebrauchsstörungen. Eine Abhängigkeit von Genussmitteln wie Alkohol und Tabak aber auch von Drogen oder Spielsucht lassen sich unter anderem an Punkten wie Kontrollverlust, Vernachlässigung von Interessen und Entzugserscheinung erkennen. Es wurde an vielen Beispielen vermittelt, dass es Stärke bedeutet, sich Hilfe zu holen, wenn man Rat und Unterstützung braucht, und dass hierfür in Deutschland Beratungsstrukturen für Menschen aller Herkunftsländer zur Verfügung stehen.

Die Reihe wird organisiert vom Koordinationsteam für Flüchtlingsfragen und Integration bestehend aus den hierfür beauftragten Stellen des Landratsamtes, der Stadt Buchen, der Stadt Mosbach, dem Diakonischen Werk und dem evangelischen Kirchenbezirk Mosbach und Adelsheim-Boxberg.

Die Kirchenbezirke Mosbach, Adelsheim-Boxberg, Kraichgau und Neckargemünd-Eberbach sagen DANKE

Liebe Ehrenamtliche in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit,

viele Menschen flüchteten in den letzten Jahren vor Krieg und Zerstörung aus ihren Heimatländern. Sie kamen zu uns nach Deutschland, nach Baden-Württemberg, in unseren Landkreis. Sie alle hießen die Menschen willkommen, schafften in Ihren Gemeinden Raum und Zeit für Begegnungen. Sie unterstützen die Menschen bei Ihrer Ankunft, dem Asylverfahren, dem Alltag in einem neuen Zuhause und sind Türöffner und Brückenbauer in die Gemeinden und die Gesellschaft.Wir, die Kirchenbezirke Mosbach, Adelsheim-Boxberg, Neckargemünd-Eberbach und Kraichgau

Wir möchten uns bei Ihnen für Ihr überwältigendes Engagement herzlich bedanken und laden Sie daher zu unserem Theaterabend mit der Berliner Compagnie „Anders als du glaubst – Ein Theaterstück über Juden, Muslime, Christen und den Riss durch die Welt“ ein. Die Tickets sind für Sie und Ihre Begleitperson kostenlos.

                                                                              Wann: 23.11.2018

                                                Wo:     Alte Mälzerei Mosbach, Alte Bergsteige 7                         

                                                             Beginn: 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr

 Eine fromme Muslima, eine gläubige Christin, ein gottesfürchtiger Jude, ein linker Atheist und ein eingefleischter Skeptiker. Ausgerechnet sie finden sich gemeinsam nach einem tödlichen Anschlag im postmortalen Niemandsland. Ist es die Vorhölle? Ist es der Weg ins Paradies? Natürlich streiten sie. Wie auf Erden so im Himmel. Bis sie merken: Es gibt eine gemeinsame Aufgabe. Und so machen sie sich auf. Eine abenteuerliche Reise führt sie zu den irdischen, menschengemachten Orten der Hölle. Denn wie steht es im Koran: „Allah verändert nicht den Zustand der Menschen, bis sie selbst ihren eigenen Zustand verändern!“ (mehr Infos über die Berliner Compagnie und das Theaterstück erfahren Sie unter www.berlinercompagnie.de)

Tickets bekommen Sie unter asyldontospamme@gowaway.diakonie-nok.de oder unter 06261/92 99-292. (nur solange der Vorrat reicht)

Wir freuen uns auf Ihr Kommen

Ihre Ev. Kirchenbezirke

Neckargemünd-Eberbach, Kraichgau, Mosbach, Adelsheim-Boxberg

 

 

Interkulturelle Woche 2018 - Lesung mit Simon Jacob

Lesung und Vortrag zum Nahen Osten bei der Interkulturellen Woche
Untertitel: Der Journalist Simon Jacob stellte sein Buch und Projekt „Peacemaker“ vor

Mosbach. Im Rahmen der Interkulturellen Woche lud die Kirchenbezirksbeauftragte für Flucht und Migration, Nancy Gelb, im Namen des evangelischen Dekanats den freien Journalisten und Unternehmer Simon Jacob, gebürtiger Christ aus der Osttürkei und aufgewachsen in Deutschland, ein, sein Projekt „Peacemaker“ vorzustellen. Das Projekt ist die Antwort auf seine jahrelangen Recherchen und daraus resultierenden Reportagen aus Kriegs- und Krisengebieten im Nahen Osten. Jacob war für öffentlich-rechtliche Fernsehsender und namhafte überregionale Tageszeitungen wie „Die Zeit“ als Reporter unterwegs. Als Vorsitzender des Zentralrats der orientalischen Christen in Deutschland ist Jacob zudem ein Vertreter seiner Community, der mit Politikern auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene und mit Oberhäuptern der großen Weltreligionen zusammenkommt. Jacob konnte im Nahen Osten wegen seiner Zugehörigkeit zu einem namhaften Clan Zugang zu verschiedenen Gemeinschaften ethnischer und religiöser Zugehörigkeit erlangen. Dadurch schaffte er es, viele verschiedene Perspektiven über die Konflikte im Irak, Iran, in Syrien, der Türkei, in kurdischen oder yezidischen Gebieten in Betracht zu ziehen. Jacob konnte nicht nur alle Gegenden bereisen, sondern auch die Sichtweisen der Menschen kennenlernen, was sein persönliches Anliegen war.

Die Grausamkeit und Verfahrenheit der lokalen und internationalisierten Konflikte brachten ihn aber auch an den Rand der Verzweiflung. Der Wunsch wuchs in ihm, nicht über Konflikte und Kriege, Gräueltaten, Massaker und Terroranschläge zu berichten. Denn er nahm zusehends wahr, dass das Bild das wir vom Nahen Osten und den Menschen dort haben, ein einseitiges wird. Die Angst vor Männern mit Bart nahm zu, Vorbehalte gegen Menschen aus dieser Region spürte er zunehmend selbst. Dabei streben die einfachen Menschen aber auch viele Führungspersönlichkeiten im Nahen Osten nach Frieden und Freiheit, nach einer guten Zukunft für ihre Kinder, so sein Fazit. Die normale Bevölkerung, die versucht zu überleben und den Alltag zu gestalten, wollte er zu Wort kommen lassen. Doch für diese Art von Nachrichten gibt es keinen Markt, so Jacob. Er kündigte deshalb seine Verträge und machte sich auf den Weg, Geschichten zu sammeln und selbst zu veröffentlichen.

Jacob reiste durch alle Länder in denen er als Korrespondent tätig gewesen war und suchte nach den anderen Geschichten. Und er fand Menschlichkeit inmitten der Kriegsschauplätze und Allianzen für den Frieden über religiöse und ethnische Grenzen hinweg. Darüber erzählt er nun nach seiner Rückkehr in seinem Buch „Peacemaker – dein Krieg, unsere Zukunft“. Außerdem sieht er unseren Frieden und unsere Freiheit in Europa bedroht, wenn wir uns nicht bewusstmachen, welches Gut wir durch Rechtstaatlichkeit und Demokratie jeden Tag genießen können – nicht inhaftiert oder gefoltert zu werden, weil man Politiker kritisiert, auf der Straße gehen zu können, ohne wegen seines Glaubens in Gefahr zu geraten. Er appellierte daran, diesen Frieden nicht als gegeben und normal zu sehen. Man müsse ihn tagtäglich erhalten und die zugrundeliegende Werte – zu oberst die Menschenrechte - uns immer wieder vor Augen führen. Besonders jungen Menschen müsse man erläutern, dass Frieden nicht ohne unser Zutun anhält, sondern Gleichheit und Freiheit, demokratisches Denken und Handeln erlernt werden müssen. Aus dieser Idee heraus bereist er nun mit einem Informationsbus europäische Länder, klärt über die Entstehung der Europäischen Union auf und kommt mit Menschen, ganz besonders an Schulen, darüber ins Gespräch, was Friede bedeutet. Dies tut er als Christ, aber vor allem Mensch.

Der Vortrag im Martin-Luther-Haus war ein Feuerwerk von Impressionen, Texten und Bildern. Simon Jacob war wieder gedanklich auf der Reise im Nahen Osten und er nahm die Zuhöerer*innen dahin mit. Man konnte spüren wie in ihm das Erlebte kurz wieder lebendig wurde und teilweise noch quälten. Man spürte aber auch die Freude darüber, selbst in den Kampfgebieten Menschlichkeit gefunden zu haben. Im offenen Gespräch nach der Lesung waren Emotionen im Raum deutlich zu spüren, die Vielschichtigkeit und Komplexität des Themas in den Fragen der Zuhörer*innen zu erkennen. Beeindruckt davon, dass sich Simon Jacob auferlegt hat, den Friedensdiskurs über Grenzen hinweg zu führen und die „andere“ Geschichte des Nahen Ostens in den Westen zu transportierten, sind der ev. Kirchenbezirk Mosbach und die Diakonie Neckar Odenwald sehr dankbar für diesen authentischen Beitrag zur Interkulturellen Woche, so Nancy Gelb.





wichtigen Infos vom Familienzusammenführungs-Unterstützungsprogramm von IOM zum Verfahren Familienzusammenführung zu subsidiär Schutzberechtigten ab 01.08.2018

IOM hat für die Neuregelungen zum Familiennachzug ab dem 1.8.2018 wichtige Informationen zum Verfahren zusammengestellt. Die Zusammenfassung finden Sie hier

 


Aktuelle Rechtssprechung

12.10.2018 VGH Baden-Württemberg

Im Juni hatte der VGH mitgeteilt, nicht über Asyl- und Aufenthaltsstatus junger alleinstehender Afghanen entscheiden zu wollen. Er sah hier nach den Berichten von EASO erneut Aufklärungsbedarf. Der VGH hat seine Verhandlungen wieder aufgenommen und in neusten Fall am 23.10. wie folgt entschieden: Kein Abschiebeverbot nach Kabul für alleinstehende gesunde Männer im arbeitsfähigen Alter. Der VGH konnte sich im Ergebnis nicht davon überzeugen, dass dem Kläger in Kabul bei einer Abschiebung die Verelendung droht. Er führt aus, dass Rückkehrer nach Kabul zwar auf extrem widrige Lebensumstände träfen aber die verfügbaren Erkenntnisse ließen nicht den Schluss zu, dass schlichtweg jede aus Europa abgeschobene Person in Kabul so gefährdet sei, dass ihr eine unmenschliche oder erniedrigende Behandlung im Sinne der Europäischen Menschrechtskonvention (EMRK) drohe. Die vollständige Pressemeldung des VGH können Sie hier nachlesen http://vghmannheim.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Asyl+Afghanistan_+Kein+Abschiebungsverbot+nach+Kabul+fuer+alleinstehende+gesunde+Maenner+im+arbeitsfaehigen+Alter/?LISTPAGE=1212860


30.08.2018 VGH Bayern

In einer Entscheidung vom Mai 2018 hat der VGH bayern festgestellt, dass Personen im Kirchenasyl nicht als "flüchtig" i.S.d. Dublin-Verordnung eingestuft werden können, wenn ihr Aufenthaltsort dem BAMF bekannt ist. Dies entspricht laut VGH der ganz überwiegenden Meinung der Rechtsprechung. Dem widerspricht die neue Praxis des BAMF, die Überstellungsfrist in vielen Fällen des Kirchenasyls zu verlängern.

Den Beschluss des VGH Bayern können Sie hier einsehen: Beschluss VGH Bayern 16.05.2018

 Weitere aktuelle Rechtsprechung finden Sie unter unserer Rubrik Aktuelles - Rechtsprechung


Neue Mitteilung IOM, Familienunterstützungsprogramm März 2018, neues Büro Amman, Jordanien

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

seit Ende letzten Monats ist unser FAP-Büro in Amman, Jordanien offen. Dort unterstützen wir ebenfalls syrische und irakische Familien beim Familiennachzug nach Deutschland. Sie erreichen uns unter: info.fap.jd@iom.int (Arabisch, Deutsch, Englisch)

 

Alternativ...

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Arbeitshilfe zur Mitwirkung bei der Passbeschaffung (Stand 2018)

Arbeitshilfe zur Passbeschaffung

 

Eine Arbeitshilfe zum Thema Passbeschaffung hat die Caritas erstellt. Die enthaltene Überischt zeigt auf, ab welchen Zeitpunkt im Verfahren an einer Passsbeschaffung mitzuwirken ist.

 

Die Arbeitshilfe finden Sie unter

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Neue Praxis des BAMF - Widerrufsprüfung bei im schriftlichen Verfahren anerkannten Syrern und Irakern

In den letzten Wochen erhalten viele anerkannte Flüchtlinge bzw. auch Personen mit gewährtem subsidiärem Schutzstatus ein Schreiben des BAMF, in dem syrische bzw. irakische Flüchtlinge zu einem Gespräch in der Außenstelle geladen werden.

 

Auszug aus dem Briefen:

 

... vor dem Hintergrund einer...

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