Unsere Veranstaltungen

Interkulturelle Wochen im Kirchenbezirk Mosbach 2019

Das Motto der diesjährigen Interkulturellen Wochen macht auf eine Dimension im Zusammenleben mit Menschen anderer Herkunft und Religionen aufmerksam, die über das moralische Gebot der Freundlichkeit, der Fürsorge und Unterstützung - kurz: der "Gastfreundlichkeit" - hinausgeht, nämlich "Zusammen leben, zusammen wachsen". Durch die Begegnung von Menschen, Kulturen und Religionen können Vorurteile abgebaut werden und Ängsten kann begegnet werden. Lassen wir uns nicht anstecken von einer Kultur der Angst, der Angst vor den "Anderer" und der Angst vor der Zukunft. Geben wir stattdessen Zeugnis von unserer Hoffnung, gestalten wir unsere Gesellschaft mit Mut und Zuversicht. Im Rahmen der Interkulturellen Wochen im Kirchenbezirk Mosbach wurde ein buntes und abwechslungsreiches Programm gestaltet.

 

Die Interkulturelle Woche startet am 19.09 mit einem Kinoabend im Kino Neckarelz.

Die Dokumentaristin Britta Wauer hat Rabbi Wolff - "ein Gentleman vor dem Herrn" ein Jahr begleitet und der Film zeigt mit viel Humor das wiedererwachte jüdische Leben.

Der alljährige Gottesdienst im Rahmen der Interkulturellen Woche findet am 22.09 um 10.10 Uhr in der Stiftskirche statt. Auch die zweite Woche bietet ein vielfältiges Programm für Jung und Alt.

Am Donnerstag, den 26.09 kommt die Psychotherapeutin Zwannet Steenstra zur Ehrenamtstankstelle in den Diakonietreff. Thema des Abends ist "Resilienz im Ehrenamt". Den wie sagte schon Voltaire: "Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein". Was ist aber Resilienz und wie kann ich sie fördern? Dieser Frage gehen die Referentin und die Teilnehmer an diesem Abend nach damit es statt „Burn Out“ heißen kann – „light on!“.

Am Freitag, den 27.09 findet 19.30 Uhr die Lesung mit dem Autor Kerem Scharmberger statt. Er hat sein Buch "Die Kurden - ein Volk zwischen Unterdrückung und Rebellion" im Gepäck. Nach der Lesung ist Zeit um mit dem Autor und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Der Samstag, 28.09. startet um 12.00 Uhr mit einem Friedensgebet.

Um 13.00 Uhr dürfen dann die Kinder gemeinsam mit dem Kindertheater Radelrutsch tanzen und singen. Das Radelrutsch kommt mit seinem interaktiven interkulturellen Musiktheater "Mein Land - Dein Land" ins Martin-Luther-Haus.

Am Dienstag, den 01.10. sind Sie 18.00 Uhr zur Eröffnung der Fotoausstellung "Angekommen - Angenommen?" ins Foyer des Landratsamtes eingeladen. Das Projekt beschäftigte sich mit der Frage: "Was ist Integration? - Wo ist Sie bei uns gelungen?" Ehrenamtliche, Vertreter der Presse, der Integrationsbeauftragte des Landratsamtes Peter Wojcik und die Fachberaterin Ehrenamt Ines Neubauer vom Diakonischen Werk gestalten die Kunstaustellung. Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund erzählen hier anhand eines Fotos ihre Geschichte.

Am 10.10 heißt es dann wieder ab 20 Uhr im Kino Neckarelz "Vorhang auf". Gezeigt wird er Film - Die Arier - von Mo Asumang. In dem Dokumentarfilm geht die afrodeutsche Mo Asumang auf eine persönliche Reise um herauszufinden, was hinter der Idee vom "Herrenmenschen" steckt.

Die Interkulturelle Woche schließt am 25.10 mit der Denkwerkstatt "Christliche Werte und Rechtspopulismus" ab 18.00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Obrigheim. In der Werkstatt geht es um den persönlichen Umgang mit rechten Parolen. Im Horizont eines christlichen Menschenbildes werden Übungen gemacht, Informationen gegeben und eine eigenverantwortliche Reaktion durch Rollenspiele geübt.

 

Eine Übersicht und weitere Informationen finden Sie in unserem Eventflyer und in der Rubrik Veranstaltungen auf dieser Seite.

Aufgrund von begrenzten Kartenkontingenten ist eine Anmeldung für die meisten Veranstaltungen erforderlich. Sie können sich direkt online anmelden. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

Einzige Ausnahme ist das Kindertheater Radelrutsch. Kinder haben freien Eintritt, Begleitpersonen kosten 2€. Die Karten erhalten Sie beim Empfang des Diakonischen Werkes.

Wir freuen uns, wenn wir Sie auf unseren Veranstaltungen begrüßen dürfen.

Kirchenbezirke und Diakonie beteiligen sich an Kampagne "Platz für Asyl" - 1000 Stühle auf dem Marktplatz in Stuttgart

Mehr als tausend bunt gestaltete Stühle aus ganz Baden-Württemberg hat die Diakonie am 15. Mai in einer Installation auf dem Stuttgarter Marktplatz ausgestellt. Als Vorbild für die Aktion dienten Asylstühle und Asylsteine, die in alten Kirchen zu finden sind. Die Diakonie macht sich mit der Kampagne „Platz für Asyl“ für den Flüchtlingsschutz und eine offene Gesellschaft der Vielfalt stark. Die Stühlegestalterinnen und Stühlegestalter mit und ohne Fluchtgeschichte stammen aus Flüchtlingsinitiativen, Kirchengemeinden, Schulen, diakonischen Einrichtungen und Kommunen. 

„Platz für Asyl“ ist eine Aktion der Diakonie Württemberg in Kooperation mit der Diakonie Baden und den Caritasverbänden der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Erzdiözese Freiburg. Mehr als 120 der Stühle wurden von der Diakonie in Baden gestaltet.  

Mit der Kampagne wollen die Initiatoren einen Beitrag leisten für ein vielfältiges und menschenfreundliches Europa. Der Termin kurz vor der Europawahl war deshalb bewusst gewählt.  

Der Neckar-Odenwald-Kreis war ebenfalls auf dem Marktplatz vertreten. Die Kirchenbezirksbeauftragte für Flucht und Migration der Kirchenbezirke Mosbach und Adelsheim-Boxberg, Nancy Gelb, hatte sowohl mit der Stadt Buchen und dessen Frauentreff des Mehrgenerationenhauses sowie mit dem Begegnungscafé Martin-Lutherhaus Mosbach Stühle gestaltet. Ebenfalls hatten die Gruppe Rover der Pfadfinder Mosbach, Stamm Bernhard von Baden sowie die Zentralgewerbeschule Buchen Stühle gestaltet. Alle gemeinsam war dann Teil der Installation auf dem Marktplatz.

Neben der Installation auf dem Marktplatz waren Besucherinnen und Besucher zu einem liturgischen Mittagsgebet in der Stiftskirche eingeladen, das von Menschen mit und ohne Flüchtlingshintergrund gestaltet wurde. Es gab ein Bühnenprogramm mit Vertretungen aus Kirche, Politik und Gesellschaft und die Band „füenf“ trat auf.